Willkommen zur Juli-Ausgabe 2025 von IP Five in 5, Ihrer Kurzinformation über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes in aller Welt. In diesem Sommer gab es bemerkenswerte Urteile, politische Änderungen und KI-gestützte Innovationen in Patent- und Markensystemen - von Europas Haltung zu maschinellen Erfindern bis hin zu umfassenden Durchsetzungs- und Schnellverfahren in China. Hier sind die fünf wichtigsten Nachrichten, die die globale IP-Landschaft prägen.
Schweizer Gericht bestätigt, dass es nur menschliche Erfinder gibt
Am 26. Juni entschied das Schweizer Bundesverwaltungsgericht, dass KI-Systeme (z. B. DABUS) rechtlich nicht als Erfinder in Patentanmeldungen anerkannt werden können. Nur natürliche Personen können als Erfinder anerkannt werden, obwohl KI-generierte Erfindungen weiterhin unter einem menschlichen Anmelder patentiert werden können.
CNIPA-Durchsetzung und AI zur Unterstützung der Prüfer
Am 27. Juni ging Chinas Nationale Behörde für geistiges Eigentum (CNIPA) im Rahmen ihrer "Blue Sky"-Kampagne gegen 35 Firmen vor, die in unzulässige Anmeldungen verwickelt waren. Zu den Durchsetzungsmaßnahmen gehörten der Entzug von Lizenzen und die Aussetzung der Geschäftstätigkeit. Gleichzeitig kündigte die CNIPA Pläne für den Einsatz von KI-Tools zur Unterstützung von Patentprüfern an, um Recherchen zum Stand der Technik und die Konsistenz der Prüfungen zu verbessern, auch wenn die KI noch keine endgültigen Entscheidungen treffen wird.
WIPO-Versammlungen mit Rekordbeteiligung und US-Bemerkungen
Vom 8. bis 17. Juli 2025 nahmen über 1.600 Delegierte, darunter mehr als 40 Minister und fast 100 Leiter von Ämtern für geistiges Eigentum, an der 66. Generalversammlung der WIPO in Genf teil - die bisher größte Zusammenkunft der weltweiten IP-Gemeinschaft. In seiner Eröffnungsrede betonte der amtierende USPTO-Direktor Coke Morgan Stewart, wie wichtig es ist, sicherzustellen, dass die Systeme der WIPO, einschließlich der PCT- und Madrid-Registrierungen, effizient, kosteneffektiv und finanziell tragfähig bleiben.
USPTO führt DesignVision ein - ein AI-Tool für die Prüfung von Geschmacksmustern
Am 17. Juli 2025 stellte das US-Patent- und Markenamt DesignVision vor, das erste KI-gestützte Bildrecherchetool der Behörde für Prüfer von Geschmacksmustern. DesignVision ist in die PE2E-Recherche-Suite integriert und ermöglicht die zentrale Suche in US-amerikanischen und ausländischen Designsammlungen anhand von Bildeingaben. Das Tool verbessert die ähnlichkeitsbasierte Suche in über 80 globalen Design- und Markendatenbanken, wodurch die Überprüfung des Stands der Technik beschleunigt und die Prüfungsdauer verkürzt wird.
China startet Marken-Schnellverfahren für strategische Branchen
Am 18. Juli führte die CNIPA überarbeitete Maßnahmen zur beschleunigten Markenprüfung ein. Berechtigte Anmeldungen - in der Regel in Verbindung mit vorrangigen Sektoren wie Quantentechnologie, Bioproduktion und Zukunftsindustrien - können nun innerhalb von 20 Arbeitstagen geprüft werden. Das Programm erfordert jedoch eine staatliche Genehmigung, was den Zugang für ausländische Antragsteller einschränkt.
Von der zunehmenden KI-Integration bis hin zu sich entwickelnden globalen Rahmenwerken - der Juli brachte eine Welle von bedeutenden Veränderungen, die IP-Fachleute beobachten müssen. Da KI-Tools in die Prüfungsabläufe integriert werden und die nationalen Ämter nach mehr Effizienz und Compliance streben, ist es wichtiger denn je, informiert zu bleiben. Folgen Sie uns für zukünftige Updates, wenn sich die Welt des geistigen Eigentums weiter entwickelt.


