Willkommen zur Februar-Ausgabe 2025 von "IP Five in 5", Ihrer kurzen Zusammenfassung der fünf wichtigsten Nachrichten zum Thema geistiges Eigentum aus dem vergangenen Monat. In dieser Ausgabe berichten wir über ein wegweisendes Urteil zum KI-Urheberrecht, wachsende Künstlerproteste gegen KI-Firmen und mehr.
1. Bundesgerichtshof trifft bahnbrechende Entscheidung zum AI-Urheberrecht
Am 11. Februar 2025 entschied ein Bundesgericht in Delaware in einem bedeutenden KI-bezogenen Urheberrechtsfall zu Gunsten von Thomson Reuters. Das Gericht stellte fest, dass ROSS Intelligence die Urheberrechte von Thomson Reuters verletzte, indem es die Kopfnoten von Westlaw zum Trainieren seines KI-gesteuerten juristischen Recherchetools verwendete. Diese Entscheidung ist eines der ersten großen Gerichtsurteile in den USA, das sich mit der Schnittstelle von KI und geistigem Eigentum befasst.
2. Künstler protestieren gegen unbefugte Nutzung von Werken durch KI-Firmen
Ein Kollektiv von über 1.000 Künstlern hat ein stilles Album mit dem Titel "Is This What We Want?" auf Spotify veröffentlicht, um gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Werke durch KI-Unternehmen zu protestieren. Diese Aktion verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen Kreativen und Technologieunternehmen in Bezug auf geistige Eigentumsrechte im Zeitalter der KI.
3. Pokémon Company legt Rechtsstreit mit chinesischen Entwicklern bei
Die Pokémon Company hat mit den chinesischen Entwicklern Guangzhou Maichi Network Technology und Khorgos Fangchi Network Technology einen Vergleich über das Handyspiel "Pocket Monster: Remake". Das 2015 veröffentlichte Spiel verletzte die geistigen Eigentumsrechte von Pokémon und generierte über 40 Millionen US-Dollar an Einnahmen. Im Rahmen des Vergleichs haben sich die Entwickler öffentlich entschuldigt und ihre Urheberrechtsverletzungen eingeräumt.
4. Britische Regierung schlägt Reformen für KI- und Urheberrechtsgesetze vor
Die britische Regierung hat eingeräumt, dass die bestehenden Vorschriften zu KI und Urheberrecht angesichts der raschen technologischen Entwicklung unzureichend sind. In einer kürzlich durchgeführten Konsultation schlägt die Regierung eine Ausnahmeregelung für Text- und Data-Mining (TDM) mit einem Opt-out-Mechanismus für Rechteinhaber vor, die sich "ihre Rechte vorbehalten". Dieser Ansatz zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen der Ermöglichung "weltweit führender KI-Modelle" und der Wahrung der Kontrolle der Urheber über ihre Werke zu schaffen.
5. Die Schöpfer der "Skibidi Toilette" reichen Klage gegen angebliche Rechtsverletzer ein
Invisible Narratives, das Unternehmen, das hinter der beliebten Webserie "Skibidi Toilet" steht, hat in Kalifornien Klage gegen Next Level eingereicht und wirft diesem Unternehmen vor, in betrügerischer Absicht versucht zu haben, sich das geistige Eigentum an "Skibidi Toilet" anzueignen. In der Klage wird behauptet, dass Next Level ohne Genehmigung Urheberrechte und Markenzeichen für die Charaktere der Serie registriert hat, um die rechtmäßigen Schöpfer zu erpressen. Invisible Narratives fordert die rechtliche Anerkennung ihrer Eigentumsrechte und erheblichen finanziellen Schadenersatz.
Bleiben Sie dran für weitere Updates in der sich ständig weiterentwickelnden Welt des geistigen Eigentums.


