Sunil ist der Vizepräsident für Produktentwicklung bei MaxVal. Er ist für das gesamte Produktmanagement verantwortlich, einschließlich der Planung der Roadmap und der Produktveröffentlichungen. Wir hatten die Gelegenheit, mit Sunil zu sprechen, wo er uns seine Gedanken zum Produktmanagement und zu den Herausforderungen für IP-Fachleute mitteilte.
Können Sie etwas zu Ihrem Werdegang sagen und was Sie an der IP-Branche reizte?
Sunil Mishra (Sunil): In den letzten 25 Jahren habe ich in der Softwareentwicklung gearbeitet, mit Schwerpunkt auf Produktinnovation, Produktlebenszyklusmanagement und Lösungsarchitektur. Im Laufe meiner Karriere habe ich maßgeblich zu Unternehmen wie Infosys Finacle, McKinsey & Co., Accenture und Oracle beigetragen.
Ich konzentriere mich aktiv und kontinuierlich auf die IP-gestützte Produktentwicklung. Während meiner Tätigkeit in der "Ecosystem Innovation Group" bei Infosys Finacle spielte ich eine entscheidende Rolle bei der Konzeption, Gestaltung und Entwicklung innovativer digitaler Lösungen wie "Mobile Teller" und "Conversational Banking". In dieser Zeit wuchs mein Interesse an geistigem Eigentum erheblich, da ich aus erster Hand erfuhr, wie es Innovationen fördert und unterstützt.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus, und können Sie uns kurz etwas über Ihre Rolle und Ihre Abteilung erzählen?
Sunil: Ich leite das Produktmanagement-Team bei MaxVal. Ich schätze die Arbeitsumgebung im Startup-Stil, die zu Brainstorming und Innovation anregt, um unseren Kunden kreative Lösungen zu bieten. Ich betrachte das Produktmanagement als ein wichtiges Puzzleteil. Hier kommen Vertrieb, Marketing, Betrieb und Implementierungsteams zusammen, um gemeinsam mit den Anregungen und Anweisungen unserer Kunden Produktpläne zu entwickeln und zu verfeinern. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Produkte wirklich marktgerecht sind.
Was sind einige typische Fragen und Herausforderungen, auf die Fachleute für geistiges Eigentum auf dem aktuellen Markt Antworten suchen?
Sunil: Fachleute für geistiges Eigentum stehen oft vor der Herausforderung, auf Daten über ihre Portfolios zuzugreifen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie müssen in der Lage sein, riesige Datenmengen einfach zusammenzufassen und zu verwalten. Sie müssen auch in der Lage sein, Daten von Dritten zu integrieren, um Lücken in der Abdeckung, Prozessrisiken, Möglichkeiten für die Lizenzierung und Bereiche für die Bereinigung besser zu verstehen.
Können Sie uns ein schwieriges technologisches Problem schildern, an dem Sie gearbeitet haben, und die kreativen Lösungen, mit denen Sie es gelöst haben?
Sunil: Eine der technischen Hürden bei jeder IP-Software besteht darin, das Produkt mit den sich ständig ändernden Vorschriften in verschiedenen Regionen und Vermögensarten auf dem neuesten Stand zu halten. Dies ist besonders wichtig für unsere globalen Kunden mit umfangreichen Patentportfolios, die sich über zahlreiche Gerichtsbarkeiten erstrecken. Wenn wir nicht über Regeländerungen auf dem Laufenden bleiben, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Geschäfte unserer Kunden haben und ein erhebliches Risiko darstellen. Um diese Herausforderung zu meistern, hat unser Symphony-Produktteam bei MaxVal eine zentralisierte Regel-Engine implementiert, die alle Kundenimplementierungen automatisch und nahezu in Echtzeit aktualisiert. Diese technische Lösung mindert die Risiken, da keine manuellen Eingriffe mehr erforderlich sind.
Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Rolle der generativen KI entwickeln, und was sind einige mögliche Auswirkungen auf den Bereich des geistigen Eigentums?
Sunil: Der Bereich des geistigen Eigentums (IP) umfasst den Umgang mit textbasierten Daten, die traditionell schwierig zu synthetisieren und zu verarbeiten sind. Moderne generative KI-Modelle, insbesondere große Sprachmodelle, sind jedoch in der Lage, diese Herausforderungen zu bewältigen. Ich erwarte verschiedene Anwendungen für solche Modelle bei Aufgaben wie der Suche nach Stand der Technik, der Ausarbeitung von Patentanmeldungen und der Analyse von Patenttrends. Durch den Einsatz generativer KI ist es möglich, automatisch prägnante Zusammenfassungen von langen IP-Dokumenten wie Patenten, juristischen Schriftsätzen oder Forschungsarbeiten zu erstellen. Dies kann IP-Fachleuten und Interessengruppen Zeit sparen, da die wichtigsten Punkte der Dokumente schnell hervorgehoben werden.


